Als im Sommer 1978 die BSG Nordbräu Neubrandenburg aus der Taufe gehoben wurde,
konnte keiner ahnen, dass der Sportverein eines Tages seinen Mutterbetrieb überleben würde.
Unser Verein wird seit der Schließung des Braustandortes Neubrandenburg von der Lübzer Brauerei
gesponsored, wo die Marke noch heute gebraut wird. Die ersten Anfänge des Fußballspiels reichen zurück
bis in die 50er Jahre. Direkt auf dem Brauereigelände befand sich ein Fußballplatz, auf dem die Brauer in
fast jeder Mittagspause gegen die Handwerker bolzten.
Am 17.Juli 1969 wurde dann die BSG Getränkekombinat als erster Vorläufer des SV Nordbräu gegründet.
Schon am 10. Oktober des Gründungsjahres feierten die Kicker ihren ersten Turniersieg. Auch in ihrer
Stadtligastaffel standen sie am Ende des Jahres auf Platz drei. Und die Erfolge gingen weiter.
Auch 1970 wurde wieder Platz 3 erreicht. Inzwischen war auch eine zweite Mannschaft gegründet worden.
Diese Mannschaft spielte 1971 im Turnier um den Forstpokal

Das Team Getränkekombinat kam allerdings nicht über die Vorrunde hinaus.
1973 wurde die Mannschaft aufgelöst.
Nachdem die BSG Getränkekombinat sang- und klanglos untergegangen war, wagten die Fußballer 1978 den
Neuanfang. Anfang der 70er Jahre war die Brauerei an der Ihlenfelder Straße enstanden. Und der Betrieb hieß
nun VEB Nordbräu.
Am 02.07.1978 wurde dann die BSG Nordbräu gegründet und in den DTSB aufgenommen. Zu den
Gründungsvätern der des BSG Nordbräu gehörten Klaus-Dieter Vensky und Peter Schart.
Den ersten Punkt gab es beim 3:3 gegen Schwanebeck. 1979 erhielt das Team "frisches Blut" aus der BSG
Dewag, die gerade aufgelöst worden war.
1986 hatte die BSG Nordbräu hinter Aufbau Heizungsbau II den zweiten Tabellenplatz erkämpft und stieg in der
kommenden Saison in die Kreisklasse auf.
Nun, so wurde es damals verlangt, mußte auch eine Kindermannschaft her. Kurzerhand wurde die AK-7-Elf der
BSG Post aufgeteilt. In jedem Jahr fuhren die Norbräu-Kicker nun mit ihrer Kindermannschaft zum FDGB-Pokal
Endspiel nach Berlin.
Ihren größten Erfolg feierte die Mannschaft kurz nach der Wende.
1991 gelang dem Team nicht nur der Triumph in der Kreismeisterschaft. Im selben Jahr machte sie mit dem
FDGB-Pokal auf Kreisebene auch das Double perfekt.
Die Kreis- und Pokalsieger von 1991

Der Verein war inzwischen auf fast 100 Mitglieder angewachsen und die Fusion mit dem einstigen Kontrahenten,
"Aufbau Heizungsbau" vollzogen. Volleyballmannschaften der Männer und Frauen spielten recht erfolgreich auf
Bezirksebene und sogar eine Frauengymnastiksektion hatte sich im Schatten der Fußballer gegründet. Doch
1993 ging es mit diesen beiden Sektionen wieder zu Ende und einzig die Fußballer überlebten.
1991/92 verpassten die Kicker als Zweite ihrer Bezirksklassestaffel mit einem Punkt Rückstand nur knapp den
direkten Durchmarsch in die Bezirksliga. Und schon im Folgejahr erging es den Nordbräu-Kickern ebenso. Nur
fehlten diesmal 5 Punkte an einem Aufstiegsplatz.
In der Saison 1997/98 musste die Mannschaft jedoch die bittere Abstiegspille schlucken und nach 7 Jahren in die
Kreisliga zurückkehren.
Mit Beginn der neuen Spielzeit stand nun Karsten May am Ruder und setzte die Vereinsarbeit in guter
"Schartscher" Tradition bis heute fort.
Unter dem Namen Nordbräu spielte nun auch wieder eine Alte-Herren-Elf.
Nach Auflösung der zweiten Mannschaft des FC Tollense Neubrandenburg konnte sich Nordbräu glücklicherweise
erfolgreich verstärken und gewann 2002 die Kreismeisterschaft im Hallenfussball.
Doch es sollte noch besser kommen.
So feierten die Nordbräu-Kicker 2003 nicht nur ihr 25jähriges Vereinsjubiläum, sondern auch den langersehnten
Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. Dieser ist dem neuen Coach Jürgen Blödorn damit gleich in seiner ersten
Saison gelungen.
2003 wurde aufgrund der wachsenen Mitgliederzahl eine zweite Mannschaft gegründet, die in ihrer ersten Saison
2003/2004 unter Karl-Heinz Lüdtke sofort den Aufstieg als Kreismeister in die 1. Kreisklasse schaffte.
Seit Oktober 2004 gehört auch wieder eine recht erfolgreiche Volleyballmanschaft zum SV Nordbräu 78.
Heute zählt der Verein ca. 120 Mitglieder.